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2. Gewickelte Messwiderstände auf Glaskörper

Temperaturbereich je nach Glastyp von -196°C bis + 350°C bzw. –20°C bis 450°C
Bei diesen Messwiderständen wird auf einen Glasdorn oder ein Glasrohr der Platin- Widerstandsdraht bifilar aufgewickelt und gemäß der gewünschten Toleranz (Grenzabweichung) abgeglichen.

Über diese Wicklung wird ein weiteres Glasrohr aufgeschmolzen.
Man unterscheidet Glasmesswiderstände aus Hart- und aus Weichglas.
Glasmesswiderstände aus Hartglas werden im Temperaturbereich von –20°C bis +450°C eingesetzt. Sie sind mechanisch und chemisch stark belastbar. Außerdem sind sie schnellansprechend, da die Messwicklung direkt unter der Oberfläche liegt. Nachteile bestehen darin, dass diese Widerstände aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Hartglas und Platin zu Hysterese neigen, außerdem wird das Glas ab ca. 350°C elektrisch leitend und verursacht dadurch zu niedrige Messwerte.

Messwiderstände aus Weichglas hingegen haben so gut wie kein Hystereseverhalten, da sich Platin und Weichglas in etwa identisch ausdehnen. Die maximale Einsatztemperatur liegt jedoch bei lediglich ca. +350°C.
Messwiderstände aus Weichglas können in minimalen Abmessungen gefertigt werden und sind somit für den Einsatz in Kleinst- und Laborthermoelementen genauso geeignet wie für Oberflächen- Messungen bei denen es auf minimale räumliche Distanz von Sensor und zu messendem Objekt ankommt. Diese Messwiderstände können aufgrund ihres Aufbaues unmittelbar in das zu messende Medium eingetaucht werden z.B. Laborthermofühler in Flüssigkeit.

Die Widerstände sind weitgehend unempfindlich gegen Schwingungen.

Abb.: Gewickelter Messwiderstand auf Glaskörper

Abb.: Gewickelter Messwiderstand auf Glaskörper